Corona-Fakten Juli 2020


AktualisiertJuli 2020
Quelle: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/
Lang.: CZ, DE, EN, EO, ES, FI, FR, GR, HBS, HE, HU, IT, JP, KO, NL, NO, PL, PT, RO, RU, SE, SI, SK, TR

Von Fachleuten präsentierte, vollständig referenzierte Fakten zu Covid-19, die unseren Lesern eine realistische Risikobeurteilung ermöglichen sollen. (Updates siehe unten)

“Die einzige Art, gegen die Pest zu kämpfen, ist die Ehrlichkeit.” (Albert Camus, 1947)

Übersicht

  1. Laut den neuesten immunologischen Studien liegt die Letalität von Covid-19 (IFR) bei insgesamt circa 0.1% und damit im Bereich einer starken Influenza (Grippe). Bei Personen mit hohem Risiko oder hoher Exposition ist eine frühzeitige oder prophylaktische Behandlung entscheidend.
  2. In Ländern wie den USA, Großbritannien und auch Schweden (ohne Lockdown) liegt die Gesamt­mortalität seit Jahresbeginn im Bereich einer starken Grippesaison; in Ländern wie Deutschland und der Schweiz liegt die Gesamtmortalität im Bereich einer milden Grippesaison.
  3. Das Sterberisiko für die Allgemeinbevölkerung im Schul- und Arbeitsalter liegt selbst in den weltweiten “Hotspots” zumeist im Bereich einer täglichen Autofahrt zur Arbeit. Das Risiko wurde zunächst überschätzt, da Personen mit milden oder keinen Symptomen nicht erfasst wurden.
  4. Bis zu 80% aller testpositiven Personen bleiben symptomlos. Selbst unter den 70- bis 79-Jährigen bleiben rund 60% symptomlos. Circa 95% aller Personen zeigen höchstens moderate Symptome.
  5. Bis zu 60% aller Personen verfügen bereits über eine gewisse zelluläre Hinter­grund­immunität gegen das neue Virus durch den Kontakt mit bisherigen Coronaviren (d.h. Erkältungsviren). Die Annahme, es gebe keine Immunität gegen das neue Coronavirus, war nicht zutreffend.
  6. Das Medianalter der Verstorbenen liegt in den meisten Ländern (inkl. Italien) bei über 80 Jahren (z.B. in Schweden bei 86 Jahren) und nur circa 4% der Verstorbenen hatten keine ernsthaften Vorerkrankungen. Das Sterbeprofil entspricht damit im Wesentlichen der normalen Sterblichkeit.
  7. In vielen Ländern ereigneten sich bis zu zwei Drittel aller Todesfälle in Pflegeheimen, die von einem allgemeinen Lockdown nicht profitieren. Zudem ist oftmals nicht klar, ob diese Menschen wirklich an Covid-19 starben oder an wochenlangem Stress und Isolation.
  8. Bis zu 30% aller zusätzlichen Todesfälle wurden nicht durch Covid-19 verursacht, sondern durch die Folgen von Lockdown, Panik und Angst. So ging etwa die Behandlung von Herzinfarkten und Hirnschlägen um bis zu 60% zurück, da sich Patienten nicht mehr in die Kliniken wagten.
  9. Selbst bei den sogenannten “Covid19-Todesfällen” ist oftmals nicht klar, ob sie an oder mit Coronaviren (d.h. an den Vorerkrankungen) starben oder als “Verdachtsfälle” gar nicht getestet wurden. Die offiziellen Zahlen reflektieren diese Unterscheidungen jedoch oftmals nicht.
  10. Viele Medienberichte, wonach auch junge und gesunde Personen an Covid-19 starben, stellten sich als falsch heraus: Viele dieser jungen Menschen starben entweder nicht an Covid-19, waren doch bereits schwer vorerkrankt (z.B. an Leukämie), oder sie waren 109 statt 9 Jahre alt. Die angebliche Zunahme der Kawasaki-Krankheit bei Kindern war ebenso eine Falschmeldung.
  11. Regional stark erhöhte Sterblichkeiten können entstehen, wenn es zu einem infektions- oder panikbedingten Kollaps der Alten- und Krankenpflege kommt oder zusätzliche Risikofaktoren wie starke Luftverschmutzung bestehen. Fragwürdige Vorschriften zum Umgang mit Verstorbenen führten teilweise zu zusätzlichen Engpässen bei Bestattungen und Kremierungen.
  12. In Ländern wie Italien und Spanien sowie teilweise Großbritannien und den USA haben auch Grippewellen bereits bisher zu einer Überlastung der Krankenhäuser geführt. Derzeit müssen zudem bis zu 15% der Ärzte und Pfleger, auch ohne Symptome, in Quarantäne.
  13. Die oft gezeigten Exponentialkurven mit “Coronafällen” sind irreführend, da auch die Anzahl der Tests exponentiell zunahm. In den meisten Ländern blieb das Verhältnis von positiven Tests zu Tests insgesamt (sog. Positivenrate) konstant bei 5% bis 25% oder nahm nur leicht zu. Der Höhepunkt der Ausbreitung war in den meisten Ländern bereits vor dem Lockdown erreicht.
  14. Länder ohne Ausgangssperren, wie z.B. Japan, Südkorea, Weißrussland und Schweden, haben keinen negativeren Verlauf als viele andere Länder erlebt. Schweden wurde von der WHO sogar als vorbildliches Modell gelobt und profitiert nun von einer hohen Immunität. 75% der schwedischen Todesfälle erfolgten in Pflegeeinrichtungen, die zu spät geschützt wurden.
  15. Die Angst vor einer Knappheit an Beatmungsgeräten war unberechtigt. Laut Lungenfachärzten ist die invasive Beatmung (Intubation) von Covid19-Patienten, die teilweise aus Angst vor dem Virus geschah, zudem oftmals kontraproduktiv und schädigt die Lungen zusätzlich.
  16. Verschiedene Studien zeigten, dass die haupsächliche Übertragung des Virus weder durch weitreichende Aerosole (in der Luft schwebende Partikel) noch über Oberflächen geschieht, sondern durch direkten Körperkontakt und Tröpfchen beim Husten und Niesen.
  17. Die Wirksamkeit von Masken bei gesunden und symptomlosen Personen bleibt wissenschaftlich fragwürdig. Experten warnen zudem, dass solche Masken die Atmung beeinträchtigen und zu “Keimschleudern” werden können (mehr dazu).
  18. Viele Kliniken in Europa und den USA blieben stark unterbelegt und mussten teilweise sogar Kurzarbeit anmelden. Millionen von Operationen und Therapien wurden abgesagt, darunter auch zahlreiche Krebs­unter­suchungen und Organ­trans­plan­ta­tionen.
  19. Mehrere Medien wurden dabei ertappt, wie sie die Situation in Kliniken zu dramatisieren versuchten, teilweise sogar mit manipulativen Bildern. Generell bewirkte die unseriöse Berichterstattung vieler Medien eine Maximierung der Angst in der Bevölkerung.
  20. Die international verwendeten Virentestkits sind fehleranfällig und können falsche positive und falsche negative Resultate ergeben. Der offizielle Virentest wurde aus Zeitdruck zudem nicht klinisch validiert und kann auch auf andere Coronaviren positiv reagieren.
  21. Zahlreiche international renommierte Experten aus den Bereichen Virologie, Immunologie und Epidemiologie halten die getroffenen Maßnahmen für kontraproduktiv und empfehlen eine rasche natürliche Immunisierung der Allgemeinbevölkerung und den Schutz von Risikogruppen.
  22. Für die Schließung von Schulen gab es zu keinem Zeitpunkt einen medizinischen Grund, da das Erkrankung- und Übertragungs­risiko bei Kindern äußerst gering ist. Auch für Kleinklassen, Masken oder Abstandsregeln in Schulen gibt es keinen medizinischen Grund.
  23. Die Behauptung, nur (starkes) Covid-19 könne, im Unterschied zur Influenza, Thrombosen und Lungenembolien verursachen, ist nicht zutreffend, denn seit 50 Jahren ist bekannt, dass auch eine starke Influenza das Risiko für Thrombosen und Emobolien stark erhöht.
  24. Mehrere Experten bezeichneten forcierte Impfstoffe gegen Coronaviren als unnötig oder sogar gefährlich. Tatsächlich führte etwa der Impfstoff gegen die sog. Schweinegrippe von 2009 zu teilweise schweren neurologischen Schäden und Klagen in Millionenhöhe. Auch bei den Tests von Corona-Impfstoffen kam es bereits zu gravierenden Komplikationen.
  25. Eine globale Pandemie kann sich durchaus über mehrere Jahre erstrecken, doch viele Studien zu einer “Zweiten Welle” basieren auf sehr unrealistischen Annahmen, wie z.B. einem konstanten Erkrankungs- und Sterberisiko über alle Altersgruppen.
  26. In Städten wie New York City beschrieben Krankenschwestern eine oft tödliche Fehlbehandlung von Covid-Patienten aufgrund fragwürdiger finanzieller Anreize und ungeeigneter Methoden. Hingegen zeigte sich eine frühe Behandlung mit Zink und HCQ als durchaus wirkungsvoll.
  27. Die Anzahl an Menschen, die aufgrund der Maßnahmen an Arbeitslosigkeit, Depressionen und häuslicher Gewalt leiden, hat weltweit Höchstwerte erreicht. Mehrere Experten gehen davon aus, dass die Maßnahmen wesentlich mehr Leben fordern werden als das Virus selbst. Laut UNO sind weltweit 1.6 Milliarden Menschen vom akuten Verlust ihrer Lebens­grund­lagen bedroht.
  28. NSA-Whistleblower Edward Snowden warnte, dass “Corona” für den permanenten Ausbau weltweiter Überwachungs­instrumente genutzt wird. Der renommierte Virologe Pablo Goldschmidt sprach von einem “globalen Medienterror” und “totalitären Maßnahmen”. Der britische Infektiologe Professor John Oxford sprach von einer “Medien-Epidemie”.
  29. Über 600 Wissenschaftler haben vor einer “beispiellosen Überwachung der Gesellschaft” durch problematische Apps zur Kontakt­­verfolgung gewarnt. In einigen Ländern wird diese Kontakt­ver­folgung bereits direkt vom Geheimdienst durchgeführt. Weltweit kam es zur Überwachung der Zivilbevölkerung durch Drohnen und zu teilweise massiver Polizeigewalt.
  30. Eine WHO-Studie von 2019 zu Maßnahmen gegen Grippepandemien ergab, dass “Kontakt­verfolgung” aus medizinischer Sicht “unter keinen Umständen zu empfehlen” ist. Dennoch wurden Tracing-Apps in mehreren Ländern bereits teilweise obligatorisch.
Siehe auch:

Juli 2020

Zur Entwicklung der Pandemie

In den meisten westlichen Ländern war der Höhepunkt der Coronavirus-Infektionen bereits im März oder April und oftmals noch vor dem Lockdown erreicht. Der Höhepunkt der Todesfälle lag in den meisten westlichen Ländern im April. Seither gehen die Hospitalisierungen und Todesfälle in den meisten westlichen Ländern wieder zurück (siehe Grafiken unten).

Diese Entwicklung gilt auch für Länder ohne Lockdown, wie z.B. Schweden, Weißrussland und Japan. Die kumulierte Jahressterblichkeit liegt in den meisten westlichen Ländern weiterhin im Bereich einer milden (z.B. CH, AT, DE) bis starken (z.B. USA, UK) Grippewelle.

Nach dem Ende des Lockdowns wurde die Anzahl der Corona-Tests in der risikoschwachen Allgemeinbevölkerung in vielen Ländern stark erhöht, beispielsweise im Zusammenhang mit der Rückkehr der Menschen an die Arbeitsplätze und in die Schulen.

Dies führte in einigen Ländern oder Regionen zu einem gewissen Anstieg der positiven Testresultate, was von vielen Medien und Behörden als ein gefährlicher Anstieg der “Fallzahlen” dargestellt wurde und teilweise zu neuen Restriktionen führte, selbst wenn die Positivenrate sehr tief blieb.

Die “Fallzahlen” sind indes eine irreführende Größe und nicht mit Erkrankten oder Infizierten gleichzusetzen. Bei einem positiven Test kann es sich etwa um nicht-infektiöse Virenfragmente, Mehrfachtests, eine asymptomatische Infektion, oder um ein falsch-positives Resultat handeln.

Das Zählen von angeblichen “Fallzahlen” ist auch deshalb nicht zielführend, da Anti­körper­studien und immunologische Untersuchungen ohnehin längst gezeigt haben, dass das Coronavirus bis zu fünfzigmal weiter verbreitet ist als aufgrund der täglichen PCR-Tests angenommen wird.

Entscheidend sind vielmehr die Erkrankungen, die Hospitalisierungen, und die Todesfälle. Bei den Hospitalisierungen ist zu beachten, dass viele Kliniken inzwischen wieder im Normalbetrieb sind und alle Patienten, auch die asymptomatischen, zusätzlich auf Coronaviren testen. Entscheidend ist deshalb auch hier die Anzahl der tatsächlichen Covid-Patienten.

Im Falle Schwedens musste die WHO z.B. die Einstufung als “Risikoland” zurücknehmen, nachdem klar wurde, dass die scheinbare Zunahme der “Fälle” auf einer Zunahme der Tests beruhte. Tatsächlich sind die Hospitalisierungen und Todesfälle in Schweden seit April rückläufig.

Mehrere Länder befinden sich seit Mai sogar in einer relativen Untersterblichkeit. Der Grund dafür ist, dass das Medianalter der Corona-Todesfälle oftmals über der durchschnittlichen Lebenserwartung lag. Bis zu 80% der Todesfälle ereigneten sich in Pflegeeinrichtungen.

In Ländern und Regionen, in denen die Ausbreitung des Coronavirus bisher stark reduziert wurde, ist es dennoch absolut möglich, dass es zu einem erneuten Anstieg an Erkrankungen kommt. In diesen Fällen ist eine frühzeitige und wirkungsvolle Behandlung wichtig (siehe unten).

Die globale Covid-19-Mortalität liegt derzeit – trotz der heute deutlich älteren Bevölkerung – eine ganze Größen­ordnung unter den Grippepandemien von 1957 (asiatische Grippe) und 1968 (Hongkong-Grippe) und im Bereich der eher milden “Schweinegrippe-Pandemie” von 2009.

Die folgenden Grafiken illustrieren die Diskrepanz zwischen “Fällen” und Todesfällen:
Worlwide: "cases" vs. deaths
USA: "cases" vs. deaths
Florida: "cases" vs. deaths
Sweden: Reported "cases", adjusted for testing, and ICU usage
Die folgenden Grafiken vergleichen Covid-19 mit früheren Grippewellen (mehr):
Sweden: All-cause mortality (Nov. to May) since 1990
UK overall mortality 2020 (shifted) vs. 1999 and 2000
Switzerland: Cumulative mortality vs. expectation value (2010-2020)
German overall mortality (2017 to 2020)
Die folgende Grafik vergleicht Schweden (kein Lockdown) mit New York State:
Todesfälle in Schweden versus New York State (FEE/Paul Yowell)
Die folgende Grafik vergleicht Covid-19 mit früheren Pandemien:
Global Covid mortality compared to earlier pandemics (DB Research)
Zur Letalität von Covid-19

Die meisten Antikörperstudien ergaben eine bevölkerungsbasierte Infection Fatality Rate (IFR) zwischen 0.1% und 0.3%. Die US-Gesundheitsbehörde CDC publizierte im Mai eine immer noch vorsichtige “beste Schätzung” von 0.26% (basierend auf 35% asymptomatischen Fällen).

Ende Mai erschien indes eine immunologische Studie der Universität Zürich, die erstmals nachwies, dass die üblichen Antikörper-Tests, die Antikörper im Blut messen (IgG und IgM), höchstens ca. ein Fünftel aller Coronavirus-Infektionen erkennen können.

Der Grund dafür ist, dass das neue Coronavirus bei den meisten Menschen bereits durch Antikörper auf der Schleimhaut (IgA) oder durch eine zelluläre Immunität (T-Zellen) neutralisiert wird und sich dabei keine oder nur milde Symptome ausbilden.

Dies bedeutet, dass das neue Coronavirus vermutlich viel weiter verbreitet ist als bisher angenommen und die Letalität pro Infektion rund fünfmal niedriger liegt als bisher vermutet. Die wirkliche Letalität könnte somit deutlich unter 0.1% und damit im Bereich der Influenza liegen.

Die Schweizer Studie dürfte zugleich erklären, warum Kinder im Normalfall gar nicht oder nur mild am neuen Coronavirus erkranken (aufgrund des häufigen Kontakts mit bisherigen Corona-Erkältungsviren), und warum selbst Hotspots wie New York City eine Antikörper-Verbreitung (IgG/IgM) von höchstens 20% fanden – denn dies entspricht bereits der Herdenimmunität.

Die Schweizer Studie wurde inzwischen von weiteren Studien bestätigt:

  1. Eine schwedische Studie ergab, dass Personen mit milder oder asymptomatischer Erkrankung das Virus oftmals mit T-Zellen neutralisieren, ohne Antikörper ausbilden zu müssen. Die T-Zellen-Immunität war etwa doppelt so häufig wie die Antikörper-Immunität.
  2. Eine umfangreiche spanische Studie ergab, dass weniger als 20% der  symptomatischen Personen und ca. 2% der getesteten asymptomatischen Personen IgG-Antikörper hatten.
  3. Eine deutsche Studie (Preprint) ergab, dass 81% der Personen, die noch keinen Kontakt mit dem neuen Coronavirus hatten, bereits über kreuzreaktive T-Zellen und damit über eine gewisse Hintergrundimmunität verfügen. Der Grund dafür dürfte der Kontakt mit bisherigen Coronaviren (Erkältungsviren) sein.
  4. Eine chinesische Studie im Fachmagazin Nature ergab, dass bei 40% der asymptomatischen Personen und bei 12.9% der symptomatischen Personen nach der Erholungsphase keine IgG-Antikörper mehr nachweisbar sind.
  5. Eine weitere chinesische Studie mit knapp 25,000 Klinikmitarbeitern in Wuhan ergab, dass höchstens ein Fünftel der vermutlich infizierten Mitarbeiter IgG-Antikörper aufwiesen.
  6. Eine kleine französische Studie (Preprint) ergab, dass sechs Familienmitglieder von Covid-Patienten eine T-Zellen-Immunität ohne Antikörper entwickelten.

Video-Interview: Swedish Doctor: T-cell immunity and the truth about Covid-19 in Sweden

In diesem Zusammenhang kam eine US-Studie im Fachjournal Science Translational Medicine anhand verschiedener Indikatoren zum Ergebnis, dass die Letalität von Covid-19 weit tiefer liegt als ursprünglich angenommen, seine Ausbreitung in einigen Hotspots aber bis zu 80-mal schneller erfolgte als vermutet, was den raschen Anstieg an Erkrankungen erklären würde.

Eine Untersuchung im österreichischen Skiort Ischgl, einem der ersten europäischen “Corona-Hotspots”, fand Antikörper bei 42% der Bevölkerung. 85% der Infektionen blieben “unbemerkt” (d.h. sehr mild), ca. 50% der Infektionen verliefen ganz ohne (spürbare) Symptome.

Der hohe Antikörperwert von 42% in Ischgl ergab sich, weil in Ischgl auch auf IgA-Antikörper im Blut getestet wurde (statt nur auf IgM/IgG), und dies relativ zeitnah bereits im April. Wäre zusätzlich auf mukosale IgA und auf T-Zellen getestet worden, hätte sich zweifellos eine nochmals deutlich höhere Immunität im Bereich der Herdenimmunität ergeben.

In Ischgl kam es zu zwei Corona-Todesfällen (beides vorerkrankte Männer über 80 Jahren), was einer rohen IFR von 0.26% entspricht. Angepasst an die Gesamtbevölkerung und die tatsächliche Immunität dürfte die Covid-Letalität auch in Ischgl bei unter 0.1% liegen.

Aufgrund der eher geringen Letalität fällt Covid-19 höchstens in die Stufe 2 des von den US-Gesundheitsbehörden entwickelten fünfstufigen Pandemie-Plans. Für diese Stufe ist lediglich die “freiwillige Isolierung kranker Personen” als Hauptmaßnahme vorgesehen. Weitergehende Maßnahmen wie Mundschutzpflicht, Schulschließungen, Abstandsregeln, Kontaktverfolgung, Impfungen und Lockdowns ganzer Gesellschaften sind hingegen nicht angezeigt.

Die neuen immunologischen Resultate bedeuten zudem, dass “Immunitätsausweise” und Massenimpfungen nicht funktionieren können und mithin keine sinnvollen Strategien sind.

Einige Medien sprechen weiterhin von angeblich viel höheren Covid-Letalitätswerten. Diese Medien beziehen sich jedoch auf veraltete Simulationsmodelle, verwechseln Mortalität und Letalität, oder CFR und IFR, oder “rohe IFR” und bevölkerungsbasierte IFR. Mehr zu diesen Fehlern hier.

Im Juli wurde von einer angeblichen Antikörper-Verbreitung von “bis zu 70%” in einigen Stadtteilen New Yorks berichtet. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen bevölkerungs­basierten Wert, sondern um Antikörper bei Menschen, die eine Notfallstation aufgesucht hatten.

Die folgende Grafik zeigt die tatsächliche Entwicklung der Corona-Todesfälle in Schweden (kein Lockdown, keine Maskenpflicht) im Vergleich mit den Prognosen des Imperial College London (orange: keine Maßnahmen; grau: moderate Maßnahmen). Die schwedische Jahres­gesamt­sterblichkeit liegt im Bereich einer mittleren Grippewelle und 3.6% unter den Vorjahren.

Corona-Todesfälle in Schweden: Prognose des Imperial College London vs. Realität (HTY/FOHM)
Zu den Gesundheitsrisiken durch Covid-19

Warum ist das neue Coronavirus für viele Menschen ungefährlich, für einige Menschen aber sehr gefährlich? Der Grund liegt bei Besonderheiten des Virus und des Immunsystems.

Viele Menschen, darunter fast alle Kinder, können das neue Coronavirus mit einer bestehenden Immunität (durch den Kontakt mit früheren Corona-Erkältungsviren) oder durch Antikörper bereits auf der Schleimhaut (IgA) neutralisieren, ohne dass es viel Schaden anrichten kann.

Gelingt das jedoch nicht, kann das Virus in den Organismus eindringen. Dort kann das Virus aufgrund seiner effizienten Nutzung des ACE2-Zellrezeptors zu Komplikationen in der Lunge (Pneumonie), den Gefäßen (Thrombosen, Embolien), und weiteren Organen führen.

Reagiert das Immunsystem in diesem Fall zu schwach (bei älteren Menschen) oder zu stark (bei einigen jüngeren Menschen), kann es zu einem kritischen Krankheitsverlauf kommen.

Es ist auch zutreffend, dass die Symptome oder Komplikationen einer ernsthaften Covid-19-Erkrankungen in einigen Fällen während Wochen oder sogar Monaten anhalten können.

Deshalb ist das neue Coronavirus keinesfalls zu unterschätzen und eine frühzeitige und wirkungsvolle Behandlung bei Risikopatienten absolut entscheidend.

Längerfristig könnte sich das neue Coronavirus zu einem typischen Erkältungsvirus entwickeln, ähnlich dem Coronavirus NL63, das ebenfalls den ACE2-Zellrezeptor nutzt und heutzutage Atemwegs- und Lungenentzündungen vor allem bei Kleinkindern und Pflegepatienten auslöst.

Zur Behandlung von Covid-19

Hinweis: Patienten wenden sich an einen Arzt.

Mehrere Studien haben inzwischen belegt, was einige behandelnde Ärzte bereits seit März festgestellt haben: Eine frühzeitige Behandlung von Covid-Patienten mit Zink und dem Malariamittel Hydroxychloroquin (HCQ) ist tatsächlich wirkungsvoll.

US-Ärzte berichten von einer Reduktion der Hospitalisierungsrate um bis zu 84% und von einer Stabilisierung des Gesundheits­zustandes oftmals innerhalb von wenigen Stunden.

Zink besitzt antivirale Eigenschaften, HCQ unterstützt die Zinkaufnahme und besitzt zusätzliche antivirale Eigenschaften. Diese Medikamente werden von Ärzten bei Bedarf ergänzt durch ein Antibiotikum (zur Verhinderung einer bakteriellen Superinfektion) und durch ein Blutverdünnungsmittel (zur Verhinderung infektionsbedinger Thrombosen und Embolien).

Die angeblich oder tatsächlich negativen Resultate mit HCQ im Rahmen einiger Studien beruhten nach heutigem Wissensstand auf einem verspäteten Einsatz, stark überhöhten Dosen (bis 2400mg/T), manipulierten Datensätzen, oder Kontraindikationen (z.B. Favismus).

Die WHO, viele Medien und einige Behörden könnten durch ihr ablehnendes Verhalten, das vielleicht politisch motiviert oder durch pharmazeutische Interessen beeinflusst war, in den vergangenen Monaten erheblichen und unnötigen gesundheitlichen Schaden angerichtet haben.

So geht der französische Medizinprofessor Jaouad Zemmouri davon aus, dass Europa mit einer konsequenten HCQ-Behandlungsstrategie bis zu 78% der Covid-Todesfälle hätte vermeiden können.

HCQ-Kontraindikationen wie zum Beispiel Favismus oder Herzprobleme müssen beachtet werden, aber die neue Ford-Studie erreichte auch mit 56% afroamerikanischen Patienten (die häufiger Favismus aufweisen) eine Reduktion der Sterblichkeit in Kliniken um rund 50%.

Der entscheidende Punkt bei der Behandlung von Risikopatienten ist jedoch die frühzeitige Intervention bereits bei Entwicklung der ersten typischen Symptome, um eine Progression der Erkrankung zu verhindern und eine intensivmedizinische Hospitalisierung zu vermeiden.

Die meisten Länder reagierten auch in diesem Punkt unglücklich: Nach der Infektionswelle im März kam ein Lockdown, sodass die bereits infizierten und verängstigten Menschen ohne Behandlung bei sich zuhause eingeschlossen waren und oftmals solange warteten, bis sie eine schwere Atemnot entwickelten und direkt auf die Intensivstation gebracht werden mussten, wo sie dann oftmals noch sediert und intubiert wurden und mit hoher Wahrscheinlichkeit starben.

Es ist denkbar, dass ein Zink-HCQ-Protokoll, das einfach, sicher und kostengünstig ist, komplexere Medikamente, Impfungen und Maßnahmen weitgehend obsolet machen könnte.

Zuletzt zeigte eine Fallstudie aus Frankreich, dass bei vier der ersten fünf Patienten, die mit dem teuren Medikament Remdesivir des Pharmakonzerns Gilead behandelt wurden, die Behandlung wegen Leberproblemen und Nierenversagen abgebrochen werden musste.

Mehr dazu: Zur Behandlung von Covid-19

Zur Wirksamkeit von Masken

Verschiedene Länder haben eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, im Detailhandel oder allgemein in der Öffentlichkeit eingeführt oder diskutieren diese aktuell.

Einige mögen argumentieren, dass sich die Diskussion aufgrund der deutlich geringeren Letalität und Hospitalisierungsrate von Covid-19 und der Behandlungs­möglichkeiten bereits erübrigt hat, da das ursprüngliche Ziel bezüglich “flatten the curve” nicht mehr im Fokus steht.

Dennoch kann man die Frage nach der generellen Wirksamkeit von Masken stellen. Im Falle von Influenza-Epidemien und -Pandemien ist die Antwort aus wissenschaftlicher Sicht bereits klar: Masken im Alltag habe keine oder eine sehr geringe Wirkung auf das Infektionsgeschehen. Bei unsachgemäßer Verwendung können sie das Infektionsrisiko sogar erhöhen.

Das beste und aktuellste Beispiel dafür ist ironischerweise das oft genannte Maskenland Japan: Japan erlebte seine letzte starke Grippewelle mit rund fünf Millionen Erkankten trotz Masken gerade erst vor einem Jahr, im Januar und Februar 2019.

Bei Influenza-Viren kommt allerdings im Unterschied zu SARS-Coronaviren der wichtige Faktor hinzu, dass sie sehr wesentlich durch Kinder übertragen werden. Japan musste 2019 beispielsweise rund zehntausend Schulen wegen akuter Krankheitsausbrüche schließen.

Beim SARS-1-Virus von 2002 und 2003 gibt es eine gewisse Evidenz, dass medizinische Masken vor einer Infektion teilweise schützen können. Doch SARS-1 verbreitete sich fast nur in Krankenhäusern, d.h. in einem professionellen Umfeld, und kaum in der Allgemeinheit.

Eine bekannte Studie von 2015 zeigte hingegen, dass die heutzutage verbreiteten Stoffmasken aufgrund ihrer Porengröße für 97% der viralen Partikel durchlässig sind und das Infektionsrisiko durch die Speicherung von Feuchtigkeit zusätzlich erhöhen können.

Einige Studien argumentierten zuletzt, Masken im Alltag seien im Falle des neuen Coronavirus dennoch wirksam und könnten zumindest die Ansteckung anderer Personen verhindern.

Diese Studien sind jedoch methodisch schwach und belegen teilweise eher das Gegenteil. Typischerweise ignorieren diese Studien den Effekt anderer zeitgleicher Maßnahmen, die natürliche Entwicklung der Infektionszahlen, die Veränderung der Test-Aktivität, oder sie vergleichen Länder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen.

Ein Überblick:

  1. Eine deutsche Studie behauptete, die Einführung einer Maskenpflicht in deutschen Städten habe zu einem Rückgang der Infektionen geführt. Doch die Daten belegen das nicht: In einigen Städten gab es keine Veränderung, in anderen eine Abnahme, in weiteren eine Zunahme der Infektionen (s. Grafik unten). Die als Vorbild präsentierte Stadt Jena führte gleichzeitig die strengsten Quarantäneregeln Deutschlands ein, was die Studie jedoch nicht erwähnte.
  2. Eine Studie im Fachjournal PNAS behauptete, Masken hätten in drei Hotspots (darunter New York City) zu einem Rückgang der Infektionen geführt. Dabei wurden weder der natürliche Rückgang der Infektionen noch andere Maßnahmen berücksichtigt. Die Studie war so fehlerhaft, dass über 40 Wissenschaftler einen Rückzug der Studie empfahlen.
  3. Eine amerikanische Studie behauptete, die Maskenpflicht habe in 15 Bundesstaaten zu einem Rückgang der Infektionen geführt. Die Studie berücksichtigte nicht, dass das Infektionsgeschehen zu diesem Zeitpunkt in den meisten Bundesstaaten ohnehin bereits rückläufig war. Ein Vergleich mit anderen Bundesstaaten wurde nicht durchgeführt.
  4. Eine amerikanisch-kanadische Studie behauptete, Länder mit einer Maskenpflicht hätten weniger Todesfälle als Länder ohne Maskenpflicht. Doch dabei wurden afrikanische, lateinamerikanische, asiatische und osteuropäsiche Länder mit sehr unterschiedlichen Infektionsgeschehen und Bevölkerungsstrukturen verglichen.
  5. Eine Metastudie im Fachjournal Lancet behauptete, Masken “könnten” zu einer Reduktion des Infektionsrisikos führen, doch die untersuchten Studien bezogen sich hauptsächlich auf Krankenhäuser (Sars-1) und die Stärke der Evidenz wurde mit “gering” angegeben.

Der medizinische Nutzen einer Maskenpflicht bleibt daher weiterhin fraglich. Eine länder­ver­gleichende Untersuchung der University of East Anglia kam etwa zum Ergebnis, dass eine Maskenpflicht keinen messbaren Effekt auf die Covid-Infektionen oder Todesfälle hatte.

Bekannt ist auch, dass die sehr weit verbreiteten Masken den ursprünglichen Ausbruch in der chinesischen Stadt Wuhan nicht verhindern konnten.

Schweden zeigte, dass es auch ohne Lockdown, ohne Maskenpflicht und mit einer der tiefsten Intensivbettkapazitäten Europas nicht zu einer Überlastung der Krankenhäuser kommen muss. Tatsächlich liegt die schwedische Jahresgesamtmortalität im Bereich früherer Grippewellen.

Problematisch wird es, wenn Behörden der Bevölkerung suggerieren, durch eine Maskenpflicht sinke das Infektionsrisiko etwa im öffentlichen Verkehr. Dafür gibt es keine Evidenz. Ob mit oder ohne Masken besteht in dicht besetzten Innenräumen ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Interessanterweise steht an der Spitze der Forderung nach einer weltweiten Maskenpflicht eine Lobbygruppe namens “masks4all” (Masken für alle), die von einem “Young Leader” des World Economic Forum (WEF) Davos gegründet wurde.

Maskenpflicht in deutschen Städten: Keien relevante Wirkung. (IZA 2020)
Zur Rolle von Kontaktverfolgung

Zahlreiche Länder haben für teils sehr viel Geld Smartphone-Applikationen und Spezialeinheiten zur gesamtgesellschaftlichen Kontaktverfolgung eingerichtet. Es gibt indes keine Evidenz, dass diese einen epidemiologisch relevanten Beitrag zum Pandemie-Management leisten können.

Beim Tracing-Pionier Island ist die App bereits weitgehend gescheitert, in Norwegen wurde sie aus Daten­schutz­gründen gestoppt, in Indien, Argentinien, Singapur und weiteren Ländern wurde sie nachträglich doch noch obligatorisch, in Israel wird sie direkt vom Geheimdienst betrieben.

Eine WHO-Studie zu Grippepandemien kam 2019 zudem zum Ergebnis, dass Kontaktverfolgung aus medizinischer Sicht nicht sinnvoll und “unter keinen Umständen zu empfehlen” ist. Das typische Anwendungsgebiet dafür sind eher sexuell übertragbare Krankheiten oder Vergiftungen.

Zudem bestehen weiterhin ernsthafte Bedenken bezüglich Datenschutz und Bürgerrechten.

NSA-Whistleblower Edward Snowden warnte bereits im März, dass Regierungen die Corona-Krise zum Anlass oder Vorwand für den Ausbau der gesellschaftlichen Überwachung und Kontrolle nehmen und damit eine “Architektur der Unterdrückung” errichten könnten.

Eine Whistleblowerin, die an einem Ausbildungsprogramm für Kontaktverfolger in den USA teilgenommen hatte, beschrieb dieses als “totalitär” und eine “Gefahr für die Gesellschaft”.

Der Schweizer Informatik-Professor Serge Vaudenay machte öffentlich, dass die Protokolle zur Kontaktverfolgung keineswegs “dezentral” und “transparent” sind, denn die eigentliche Funktionalität wird durch eine Schnittstelle von Google und Apple (GAEN) implementiert, die für die Öffentlichkeit nicht einsehbar und nicht kontrollierbar ist (d.h. kein “Open Source”).

Diese nicht-einsehbare Schnittstelle wurde von Google und Apple inzwischen in drei Milliarden Mobiltelefone integriert. Laut Professor Vaudenay kann diese Schnittstelle zudem alle Kontakte, nicht nur die medizinisch “relevanten”, aufzeichnen und speichern. Ein deutscher Informatik-Experte bezeichnete Tracing-Apps seinerseits als ein “Trojanisches Pferd”.

Für weitere Informationen zur “Kontaktverfolgung” siehe das Update vom Juni.

Siehe auch: Inside the NSA’s Secret Tool for Mapping Your Social Network (Wired)

“Contact Tracing” durch Google und Apple
Weitere Meldungen
Zum Ursprung des neuen Coronavirus

Im Juni-Update wurde dargestellt, dass renommierte Virologen einen Labor-Ursprung des neuen Coronavirus für “mindestens so plausibel” halten wie einen natürlichen Ursprung. Der Grund dafür sind einige genetische Besonderheiten des Virus im Bereich der Rezeptorbindung, die zu einer besonders hohen Übertragbarkeit und Infektiosität beim Menschen führen.

Inzwischen gibt es weitere Evidenzfür diese Hypothese. Siehe dazu:

Die Entwicklungen seit Anfang 2020 zeigen, dass das neue Coronavirus nicht als “Biowaffe” im engeren Sinne zu sehen ist, da es zu wenig tödlich und zu wenig gezielt einsetzbar ist. Allerdings kann es durchaus die Bevölkerung in Angst versetzen und politisch genutzt werden.

Dennoch bleibt, neben einem möglichen Labor-Ursprung, auch ein natürlicher Ursprung des neuen Coronavirus eine realistische Möglichkeit, obschon die Hypothese vom “Wuhan-Tiermarkt” und zuletzt die Pangolin-Hypothese von Experten inzwischen verworfen wurden.

Das Virologische Institut in Wuhan (WIV)

(Zuletzt aktualsiert: 17. Juli)

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